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Das besondere Interview
Januar 2012


Prof. Dr. Michael von Hauff



"Ab heute sehen wir uns öfter"

Ist unser Autor ein Kumpeltyp? Die Leitlinien Fairness, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit haben Professor von Hauff bereits vor seiner universitären Karriere geprägt. Seine Einstellung zu Mitmenschen und politökonomischen Systemen kann er nun in Deutschland und auch an den schönsten Orten Asiens durch Forschungsprojekte und entsprechenden Lehrveranstaltungen verwirklichen. Dabei sieht er für die Bewältigung der aktuellen Vielfachkrisen gerade in einer durch Nachhaltigkeit geprägten Ökonomie eine Chance.


Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Kunstschreiner oder Arzt

Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?

Mathematik, Deutsch und Sport

Wer ist der Held Ihrer Kindheit?

Ich habe mich schon sehr früh für Gerechtigkeit interessiert. Und da gab es Schauspieler, die das Thema sehr schön dargeboten haben aber auch Personen wie Gandhi oder Albert Schweitzer.

Was war Ihr Lieblingsbuch in der Jugend?

Als kleines Kind liebte ich die Häschen Schule. Später gab es viele Bücher, die ich sehr gerne gelesen habe, besonders die über ferne Länder erzählten wie z.B. die Bücher von Karl May.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Da gibt es viele: Das reichte von Saitenwürstchen (als Kind) bis Gänsebraten (obwohl ich lebende Gänse immer sehr lustig fand und daher in Konflikt komme).

Welches einschneidende Ereignis hat Sie am meisten beeinflusst?

Es gab viele wichtige Ereignisse. Aber der Vietnamkrieg und die Berichterstattung darüber zeigten mir schon als Jugendlicher, wie entsetzlich dieses kriegerische Morden und das verursachte körperliche und seelische Leid der betroffenen Menschen ist.

Wo ist der schönste Ort, den Sie besucht haben?

Entweder Bali oder Myanmar (Burma) – aber es gibt auch sonst viele wunderschöne Orte.

Gab es ein verrücktes Erlebnis in einer Ihrer Vorlesungen?

Es gab viele lustige aber auch schwierige Erlebnisse. Eine lustiges Erlebnis: Als ich frisch promoviert war und in eine Vorlesung wollte, standen viele Studierende in dem Eingang. Ich bat höflich darum in den Vorlesungsraum gehen zu dürfen. Da klopft mir ein Student auf die Schulter und sagt: Na Kumpel, Dich habe ich in Vorlesungen auch noch nicht oft gesehen. Ich antwortete: Kumpel, ab heute sehen wir uns öfters.

Was würden Sie mit einem Sabbatical-Jahr anfangen?

Meine Forschungsarbeiten zu Myanmar vor Ort weiter führen und auch ein überfälliges Buchmanuskript abschließen.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Egoismus und Arroganz

Welche Schwäche entschuldigen Sie bei anderen?

Wenn Menschen unsicher sind oder auch einmal ungehalten reagieren.

Was ist es, das Sie antreibt?

Meine wissenschaftliche Neugier zu dem Thema der nachhaltigen Entwicklung aber auch zu anderen Themen.

Haben Sie ein Motto?

Sei fair zu deinen Mitmenschen und nütze niemanden aus.

Wer ist Ihr größtes Vorbild?

Es gibt Ökonomen von denen ich viele Anregungen bekommen habe. Dazu gehören Amartya Sen und Joseph Stiglitz.

Haben Sie einen Lieblingsschauspieler?

Hier gibt es einige: Tom Hanks, Denzel Washington

Wer wäre Ihrer Meinung nach ein würdiger Friedensnobelpreisträger?

Friedensaktivisten in Israel, die sich für eine Versöhnung mit den Palästinensern einsetzen.

Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Erfindung der Menschheit?

Ich würde mich nicht auf eine Erfindung festlegen: Elektrizität, aber auch IT und der medizinische Fortschritt

Was bedeutet Glück für Sie?

In sozialen Beziehungen „eingebettet“ zu sein.

Sind Sie Mitglied in einem Verein?

In mehreren: Verein für Socialpolitik, Europäische Akademie für Wissenschaften und Kunst und kleinen karitativen Vereinigungen.

Was schätzen Sie an Ihrer Hochschule am meisten?

Dass sie überschaubar ist, wir viele Kontakte zu Studierenden haben, dass es eine technische Universität ist (interdisziplinäre Forschungsmöglichkeiten) und wir insgesamt eine sehr konstruktive Atmosphäre haben.

Wo sehen Sie den größten Forschungsbedarf in den Wirtschaftswissenschaften?

Im Bereich der nachhaltigen Entwicklung, sonst werden wir von den selbst verursachten Krisen „an die Wand gedrückt“.

Was haben Sie als nächstes vor?

Da gibt es einige Forschungsprojekte wie das Lehrbuch „Nachhaltige Wirtschaftspolitik“ die ich abschließen werde.


Zur Person

Prof. Dr. Michael von Hauff ist seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der TU Kaiserslautern.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Umwelt- und Entwicklungsökonomie. Er hat eine Vielzahl von Arbeiten über den Zusammenhang von Ökologie und Ökonomie und über die ökonomische und ökologische Entwicklung von Entwicklungsländern wie Indien, Vietnam und Myanmar publiziert.






von Hauff´s
Web-Links


Gänsebraten mit Rotkohl

Myanmar für Reisewillige

Joseph E. Stiglitz

TU Kaiserslautern